Toskana: Villa Monte Nisa

Unseren Urlaub verbrachten wir in diesem Jahr in einer wunderschönen toskanischen Villa bei Montefiridolfi. Neben den Ausflügen ins Umland und nach Florenz und der entspannten Zeit im Pool, am Billardtisch und auf der Terrasse, kam ich auch ein bisschen zum Zeichnen und Malen. Von den Liegeplätzen am Pool habe ich ein paar schnelle Bleistiftskizzen machen können. Die Villa wollte ich auf jeden Fall in Aquarell festhalten, weswegen ich mir dann eines Morgens mit meinen Farben einen Platz mit gutem Blick auf das etwas erhöht liegende Haus suchte. Nach zwei Stunden brach ich den Versuch ab, denn ich wollte nicht weiter in der Sonne gar ziehen. Ein Foto war schnell gemacht und half mir später als Referenz, um die Aquarellskizze fertig zu malen. 

 

Ich war das erste Mal in der Toskana und bin sehr von der schönen Landschaft begeistert. Weinberge, Olivenbäume und Zypressen sieht man fast überall. Hier wachsen neben Agaven und anderen Sukkulenten auch viele Blütenpflanzen, die ich natürlich noch nie gesehen habe. Ich werde auf jeden Fall mein Fotoalbum nach weiteren Malmotiven durchforsten, auch wenn das Malen nach reinen Bildvorlagen nicht optimal ist. Bis dahin habe ich hier die Bleistiftskizzen in der Galerie Skizze & Collage hochgeladen, sowie die Villa Monte Nisa als Aquarellskizze in der Galerie Aquarell.

Malexkursion Botanischer Garten

Am Wochenende war ich - genau wie im letzten Jahr - wieder auf der Malexkursion im Botanischen Garten. Im letzten Jahr hatte ich mich ja an Mohnblumen und Strauchrosen versucht, daher wollte ich mir dieses Jahr auf jeden Fall ein anderes Motiv suchen. Ich setzte mich dann vor ein üppig bepflanztes Beet mit weißen Zierblumen, verblühten Lauchgewächsen, Iris und Pfingstrosen im Hintergrund. Mir war schon nach der Vorzeichnung klar, dass ich so schnell keinen anderen Platz zum Malen finden muss. :-) Ich fand es sehr hilfreich, dass ich Tipps bekam, wo noch Dunkelheiten zu setzen sind. Beim Aquarellmalen bin ich immer noch sehr vorsichtig und fange so hell wie möglich an, um mich Schritt für Schritt an dunklere Töne anzunähern.  

 

Bei der Nachbesprechung aller Arbeiten konnte man schön sehen, wie unterschiedlich an einzelne Motive herangegangen wurde. Für mich ist es eine gute Sache durch Verbesserungsvorschläge weitere Hinweise zu bekommen, wie man ein Bild gestalten kann, Fehler verbessert oder vermeidet und entscheidet, wann man letztendlich aufhört, damit man sein Bild nicht "tot malt". Im Anschluss blieb ich noch eine Weile im Botanischen Garten, um die Aquarellskizze einer Ackerwindenblüte fertig zu machen. Beide Aquarelle gibt es wie immer in der Galerie Aquarell im Großformat zu sehen.

Realität und Fiktion

Zu Beginn des Jahres konnte ich bei Renovierungsarbeiten ein paar interessante Schnappschüsse machen. Die Fotos waren eher von düsterer Stimmung und haben mich sehr an ein englischsprachiges Adventure erinnert, das ich vor Jahren gespielt habe. In diesem Spiel ging es darum, den Ausgang aus einer verlassenen und verfallenen öffentlichen Einrichtung zu finden. Dabei mussten Rätsel gelöst werden und immer wieder fand man Sprüche und Hinweise, welche an die Wände der unterschiedlichen Räume gemalt wurden.

 

Da ich sowieso Lust auf ein bisschen Rubbelkrepp hatte, war die Idee zu einer Verschmelzung dieser beiden Motive geboren. Die Schrift und einige kleinere Gegenstände habe ich maskiert, alles andere ausgespart. Was mit einer vagen Vorstellung im Skizzenbuch begann, habe ich einige Zeit später in einem zweiten Versuch mit anderem Motiv auf Büttenpapier ausgebaut. Sowohl die Aquarellskizze "Think outside the box", als auch das Aquarell "All together now" gibt es in der Galerie Aquarell zu sehen.

Römisches Wasserwerk

Landschaftsszenen und Architektur in Aquarell festzuhalten ist für mich noch nicht einfach. Daher habe ich mir vorgenommen hin und wieder nach Fotos zu arbeiten, um ein bisschen mehr Routine zu bekommen. Letzten Endes brauche ich schon vergleichsmäßig lange für Skizze, Ausführung und Farbenmischen, daher ist Pleinairmalerei noch nicht drin. 

 

Im Schwetzinger Schlosspark steht ein römisches Wasserkastell mit Aquädukt, von dem ich ein gutes Foto machen konnte. Zu Hause machte ich eine grobe Vorzeichnung mit Aquarellstiften und begann im Anschluss mit der Ausarbeitung der künstlichen Ruine. Mir gefällt besonders der kleine Wasserfall, der vor der Brücke in den See vor dem Kastell plätschert. Die Büsche und Bäume habe ich nur grob angedeutet, wie auch die steinernen Mauern und den Abhang zum Ufer.

Erste Schritte mit Procreate: Digitales Malen

Seit ein paar Monaten ist Procreate auf dem Tablet installiert und ich konnte mich schon ein bisschen mit dem Programm vertraut machen. In erster Linie habe ich es für die Gestaltung von Illustrationen verwendet, die ich für meinen Saisonkalender brauche. Nebenbei las ich das Handbuch, um neben der intuitiven Bedienung noch ein paar Tipps zu den Grundlagen zu bekommen. Das Arbeiten mit Ebenen erleichtert die Sache erheblich. Man kann einzelne Elemente jederzeit ein- und ausblenden oder löschen. Elemente auf Ebenen lassen sich bequem markieren und gesondert bearbeiten. 

 

Bei diesem Übungsbild habe ich frei herum probiert und die Erstellung von Ebenen bis zuletzt ausgereizt, denn am Ende konnte ich keine neue mehr erstellen. :-) Formen, Licht und Schatten habe ich nach Gefühl gesetzt. Einfallendes Sonnenlicht habe ich mit dem Pinsel "Lichtschimmer" hinzugefügt. Geangelt wird aber nichts: No fish today!

 

Gestern habe ich dann entdeckt, wie man den Malprozess im Zeitraffer als Video exportieren kann. Ich bin immer noch erstaunt, wie gut das funktioniert hat. Schnell noch ein bisschen Videoschnitt und schon konnte ich das vertonte Ergebnis bei YouTube hochladen. Ich bin total gespannt, was Procreate noch für Funktionen bietet. Entdeckt habe ich bereits verschiedene Zeichenhilfen, also unterschiedliche Arten an Hilfsgittern, sowie Perspektive mit Fluchtpunkt und symmetrisches Zeichnen. Mit letzterem kann man mit der Einstellung "radial" tolle Mandalas kreieren.

 

Für Interessierte hier das Video zu "No Fish Today". Alternativ kann man sich das Video direkt auf meinem Farboretum Youtube-Kanal ansehen.

Gartenaquarell

Das Gartenaquarell habe ich Anfang Mai für liebe Bekannte fertig gestellt, die zusammen ihren runden Geburtstag gefeiert haben. Die beiden haben selbst einen Garten und kennen sich gut mit Pflanzen aus, daher dachte ich, dass ich mit einem Blütenmotiv eventuell richtig liege. Das war für mich auch eine gute Übung, um das Gelernte umzusetzen. Als Referenz habe ich mir Fotos von Blumen gesucht, die mir gut gefallen und die ich mir in Kombination vorstellen konnte. Ohne Vorzeichnung geht es bei mir noch nicht, daher habe ich mir meine Aquarellstifte geschnappt, um die Komposition zu skizzieren. Im Anschluss fiel mir auf, dass ich meine normalen Farbstifte benutzt hatte, die sich eben gerade nicht mit Wasser lösen lassen. Beim nächsten Mal sollte ich mich vielleicht an der Haptik orientieren: die Polychromos sind rund, die Aquarellstifte eckig! :-)

 

Da das Gartenaquarell dann ein eher aufwändiges Projekt war, dachte ich, es sei eine gute Idee in regelmäßigen Abständen ein Foto zu machen, damit man den Entstehungsprozess beobachten kann. So etwas habe ich bisher nur einmal versucht, als ich eine Kamera habe mitlaufen lassen. Leider fehlt mir momentan ein Stativ, bei dem man die Kamera parallel zum Papier ausrichten kann. Als Ersatz habe ich gestern ein Video geschnitten, bei dem alle Fotos nacheinander überblendet werden. Man kann gut sehen, dass ich extrem hell mit dem Malen anfange und die hellen Stellen von Anfang an ausspare. Den Hintergrund sollte man möglichst parallel mit entwickeln, das habe ich ganz gut hin bekommen, wenn ich mich auch am Anfang eher auf die Blüten konzentriert habe. Am Schluss habe ich noch ein paar grüne Stellen dazu gefügt, an denen ich die Farbe mit dem Röhrchen verteilt habe. Im Hintergrund habe ich einfache blättrige Formen ergänzt und ausgespart, damit das Bild etwas mehr Tiefe bekommt. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden damit. Mir gefällt es besonders, dass sich das Ultramarin sowohl in einer Blüte, als auch im Hintergrund findet.

 

Hier kannst du dir das erwähnte zusammen geschnittene und vertonte Video ansehen, oder du besuchst meinen Kanal direkt auf YouTube unter diesem Link: Farboretum YouTube

Aquarell im April

Am letzten Aprilwochenende habe ich erneut einen Wochenend-Aquarellkurs belegt. Die Zeit verrinnt dabei immer wie im Flug, denn zwischen den praktischen Erklärungen vertiefe ich mich jedesmal total ins Malen. Mir ist aufgefallen, dass ich tatsächlich weniger Pausen brauche, wenn ich auswärts male. Es fehlen einfach die alltäglichen Ablenkungen, sodass man gefühlt produktiver ist. Ich brauche wahrscheinlich inzwischen auch nicht mehr erwähnen, dass ich viel Spaß hatte und es immer wieder etwas gibt, was ich dazu lerne.

 

Da wir diesmal einige Anfänger dabei hatten, waren Motive dabei, die besonders dazu einluden, Wert auf das Weißlassen zu legen. Ich glaube, man kann es gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es beim Aquarellieren ist, Stellen eben nicht zu bemalen. Und ich bin recht froh, dass unsere Dozentin jedes Mal erneut darauf hinweist. Und ja: weniger ist mehr. Eine Fläche wird nicht unbedingt besser, wenn man sie immer wieder weiter bearbeitet.

 

Wie jedes Mal begannen wir mit einigen schnellen Übungen, bei denen man sich mit dem Material vertraut macht und Techniken übt. Besonders gerne mochte ich es, die Maus zu aquarellieren. Die Baumlandschaft zu malen war besonders herausfordernd. Wir malten sie nach einer Vorlage von Hermut Geipel, dem Lehrer unserer Dozentin. Wie immer habe ich einige der Übungen in meiner Galerie Aquarell eingestellt:

  • Blumenvase (nach Christine Brandstätter)
  • Anemonen (nach Andreas Felger)
  • Blumen im Glas (nach Christine Brandstätter)
  • Maus (nach Yvonne Joyner)
  • Baumlandschaft (nach Hermut Geipel)

 

Aquarellkurs: Blüten und Landschaften nach Vorlage

Am letzten Wochenende fand wieder der Malkurs statt, den ich bereits vor einem Jahr belegt habe. Ich hatte mich im Vorfeld schon sehr darauf gefreut und hatte - ja, ich wiederhole mich - sehr viel Spaß. Die Zeit verflog dabei so schnell, dass ich kaum glauben kann, knappe elf Stunden in zwei Tagen mit Farben, Pinseln und Gleichgesinnten verbracht zu haben. Dass wir diesmal echte Blüten als Vorlage zur Verfügung gestellt bekamen, hat mir besonders gut gefallen. Das ist für mich noch eine größere Herausforderung und ich habe das Gefühl, dass ich damit am Besten meinen Sehsinn schulen kann. Wie immer begannen wir mit ein paar Aufwärmübungen (siehe Galerie Skizze und Collagen: Rote Blüten, Klecksfiguren, Aquarellkleckse).

 

Witzigerweise haben wir diesmal auch mit Rubbelkrepp gearbeitet, wo ich noch kurz vor Kursbeginn entschieden habe, diesen zu Hause zu lassen, da wir ihn bisher nie benutzt hatten. :-) Den "Schneezaun" werde ich bald nochmals malen, um den Himmel noch etwas besser hin zu bekommen. Vielleicht auch in kleinerem Format, um durch die schnelle Trocknungszeit nicht in Stress zu geraten. Alle Arbeiten vom Wochenende gibt es hier zu sehen: Galerie Aquarell (Anemonen, Margeriten, Winterzaun, Winterlandschaft).

 

Ansonsten warte ich gerade auf meine Postkarten, die ich von einigen meiner Aquarelle in den Druck gegeben habe. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe, dass die Farben gut herauskommen. Ein bisschen Glück spielt da absolut mit, denn mit meinem Drucker zu Hause lassen sich keine guten Drucke reproduzieren. Das heißt, ich verlasse mich im Wesentlichen auf die Dateiansicht des PDFs am Bildschirm. Und jeder Grafikdesigner würde spätestens jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. :-) Des Weiteren arbeite ich nebenher an meinem neuen Projekt. Ob ich es umsetze, ist momentan noch unklar. Falls ja, wird es hier dazu auch bald mehr geben. Bis dahin liebe Grüße an alle!

 

 

Aquarellkurs im Dezember

Im Dezember hatte ich wieder sehr viel Spaß am Aquarellmalen. Das Wochenendseminar gefiel mir wieder richtig gut und die Zeit verging wie im Flug. Jedes Mal ist es so interessant, was die anderen Kursteilnehmer bei gleicher Aufgabenstellung auf das Papier bringen. Diesmal gab es beispielsweise eine Teilnehmerin, die sich bei der Farbwahl ausgelebt hat. Ich zähle mich selbst  zu denen, die noch eher "brav" malen, daher inspirieren mich solche Bilder dann umso mehr. Mir ist außerdem noch gut in Erinnerung, dass wir erklärt bekamen, wie man runde geometrische Gefäße darstellt und dass man den Pinsel - vor allem bei der Verlaufstechnik - ruhig komplett benutzen soll. Schließlich hat man ihn auch komplett bezahlt. :-) 

 

 

 

 

 

 

 

 

An diesem Wochenende haben wir einige kleine Übungen gemacht und im Anschluss nach Vorlagen gemalt. Eigentlich sah der Kurs vor, insbesondere Blüten, Pflanzen und Landschaften nach Vorlagen zu aquarellieren. Ich hatte aber noch eigene Fotos dabei und Lust, mich an einem Interieur zu versuchen, da ich das in dieser Technik noch nie gemacht habe. Also sind folgende Bilder entstanden:

  • Rosenstrauß
  • Wohnzimmer
  • Winterpfad

Wie immer gibt es diese in der Galerie Aquarell zu sehen.

 

Zentangle kombiniert mit Buntstiftzeichnung

Mit Zentangle habe ich in den vergangenen Jahren schon experimentiert. Das ist wirklich eine schöne Technik, um den Kopf frei zu bekommen. Außerdem muss man sich um die Farbgebung keine Gedanken machen und hat keine Wahl, als einmal zu Papier gebrachte Striche so wie sie sind stehen lassen zu müssen. Denn Vorzeichnungen und Radiergummis sind verboten. ;-)

 

Im September und Oktober hatte ich dann doch Lust auf ein bisschen Farbe, nachdem ich ein Video über räumliches Zeichnen mit Buntstiften gesehen hatte. Zudem überrollte mich eine kurze Phase, in der ich es entspannend fand, kleine runde Edelstein-Cabochons zu zeichnen. Zugegeben, bei der Zeichnung "Leben" (links neben diesem Text zu sehen), habe ich die Zentangle-Elemente dann doch teilweise vorgezeichnet. Keine Richtlinie ohne Ausnahme, oder? Die drei anderen Zeichnungen gibt es wie immer in der Galerie Illustration zu sehen.

Insekten auf Holz

Im September habe ich wenig gezeichnet. Der Herbst war einfach noch viel zu sonnig, als dass ich mich oft ins Nordzimmer zurückgezogen hätte. Ich wollte ja schon lange das Fotopotch-Medium ausprobieren und habe dann Illustrationen von Insekten vor Sonne und Mond auf Sperrholzplatten übertragen. Die Freistellung machte ich mit GIMP. Der erste Versuch ging schief. Zum einen hatte ich vergessen, die Bilder zu spiegeln, zum anderen hatte ich wohl nicht genug Medium aufgetragen, sodass beim Entfernen des Papiers kleine Fetzen der Zeichnung mit ab gingen. Mit dem zweiten Versuch war ich dann sehr zufrieden und das Holz ließ sich im Anschluss gut zu sägen. 

Illustrierter Spruchkalender 2018 und eine Karte zur Diamanthochzeit

Ich melde mich aus einer zweiwöchigen Urlaubspause zurück. In dieser Zeit habe ich kaum einen Zeichenstift in die Hand genommen, geschweige denn einen Pinsel geschwungen. Daher dachte ich, dass nun der perfekte Zeitpunkt wäre, weit Zurückliegendes nachzuholen.

 

Ende letzten Jahres illustrierte ich einen kleinen Spruchkalender für meine Eltern mit Sprüchen, die mir gefielen und die ich über das Jahr gesammelt hatte. Meine Mutter war nun so lieb und hat mir nachträglich alle Kalenderblätter abfotografiert, sodass ich sie jetzt hochladen kann. Beim Bearbeiten der Fotos habe ich total Lust bekommen, einen neuen Kalender für nächstes Jahr zu gestalten. :-)

 

Jetzt im Sommer habe ich außerdem eine Karte für eine Diamanthochzeit gestaltet. Es wurden dabei die klassische Motive Diamant und rote Rose gewünscht und es hat sehr viel Spass gemacht, dazu die Salztechnik auszuprobieren. Alle dreizehn Bilder gibt es wie immer hier zu sehen: Galerie Illustration.

Von urlaubsreifen Birnen und unendlichen Weiten

Ich komme in letzter Zeit nicht vom Aquarell weg. Beim Aufräumen fiel mir ein über Jahre verschollenes Aquarellheft  in die Hände. Ich hatte damals zu Studienzeiten Übungen daraus gemalt und irgendwie hat es mich gereizt, mich nochmals damit zu beschäftigen.

 

Der erste Streich war eine farbenfrohe Treppe. Es kostete mich unfassbare Überwindung, die Farben wie empfohlen direkt aus den Näpfchen zu nehmen. Immerhin konnte ich mich am überhängenden Strauch als Salzstreuerin versuchen, was wirklich gut geklappt hat. Diese Technik mag ich gerade ganz gern, weil das Ergebnis so überraschend ist und man den Effekt nicht im Voraus planen kann.

 

Der zweite Streich war eine Übung zu dreidimensionalen geometrischen Körpern. Eigentlich sollte man ein griechisches Dorf vor einem eher langweiligen blauen Himmel gestalten. Ich hatte schon damals nicht so viel Spaß an dem Bild, daher habe ich es thematisch etwas aufgemöbelt und eine futuristische Stadtansicht mit Sternenhimmel und Planeten kreiert. Mit Rubbelkrepp und Nass-in-Nass-Technik ist das fix gemacht und sieht doch recht realistisch aus. 

 

Zuletzt malte ich die Birne im Liegestuhl im Garten meiner Eltern, von der ich ein Foto gemacht hatte. Die Technik mit gestreutem Salz habe ich diesmal verwendet, um eine Grundlage für Lichtpunkte und zufällige Blüten im Vordergrund zu haben. Alle drei Bilder gibt es wie gewohnt hier zu sehen: Galerie Aquarell.

#4 Aquarellmalerei

Der "Montagsmalkurs" ist zu Ende und ich habe beschlossen gleich alle Übungsbilder online zu stellen (Galerie Aquarell). Wir malten an vier Nachmittagen Aquarell. Die vier Elemente waren dabei unser übergreifendes Thema:

  • Wasser: Wir lernten anhand bewegtem und ruhigem Wasser die Maskiertechnik mit Kerzenwachs und Ölkreide anzuwenden. Außerdem kam beim Malen des ruhigen Gewässers die Granuliertechnik zum Einsatz. Die war mir neu und ich bin sehr angetan vom Ergebnis, obwohl ich sie beim nächsten Mal besser auf rauem Aquarellpapier ausprobieren werde.
  • Erde: Ziel war es, Aquarellfarben zu mischen und Lasuren anzuwenden. Dabei wurden nach Belieben geometrische oder organische Formen gezeichnet und eingefärbt. Weitere Formen konnten nun darüber gelagert werden, um Farbmischungen auf dem Papier zu erzielen.
  • Feuer: Wir malten ein Feuer bei Tag und bei Nacht/ Dämmerung. Hierbei konnten wir ausprobieren, wie sich die Farben verhalten, je nachdem, ob man den Hintergrund anfeuchtet und in welcher Reihenfolge man ihn malt. 
  • Luft: Mit der Nass-in-Nass-Technik malten wir einen luftigen Hintergrund, bei dem alle Farben weich ineinander fließen. Die Blattadern der Blätter wurden dann mit Rubbelkrepp maskiert und mit derselben Technik farbig ausgefüllt. Nach Belieben konnte man Risse, Löcher oder kleine Wassertropfen hinzufügen.

 

Nebenbei gezeichnet und gemalt

In den letzten Monaten waren die weißen Wandflächen unseres Wohnzimmers doch zu dominant. Daher hatte ich überlegt ein etwas größeres Acrylbild zu malen, um das Zimmer wieder wohnlicher zu gestalten. Ich wollte unbedingt ein Naturmotiv, da wir viele Pflanzen dort stehen haben und wir Couchkissen mit pflanzlichem Dekor haben. Beim Durchblättern der Fotos vom letzten Jahr blieb ich dann an meinem Lieblingsmotiv vom letzten Urlaub an der Ostsee hängen. Es wurde im Gespensterwald aufgenommen und versprüht meiner Meinung nach schon eine fast karibische Urlaubsatmosphäre. Wenn auch die Palmen dazu fehlen. :-) 

 

In den letzten Monaten habe ich hin und wieder nebenbei gezeichnet und gemalt. Eine Skizze hier, eine Collage dort. Um etwas den Kopf frei zu bekommen, zeichnete ich unter anderem zwei Illustrationen und meine Holzpuppe. Auch diesmal habe ich alles fotografiert:

 

Aquarell im Städtischen Rosengarten

Am Wochenende nahm ich  an einem Aquarellkurs teil, der diesmal im Rosengarten stattfand. Wir hatten wieder einmal unfassbares Glück mit dem Wetter, auch wenn zwischendurch ein kleiner sommerlicher Schauer auf uns herab tröpfelte. Gleich zu Anfang stieß ein älterer Herr zu unserer Gruppe hinzu. Er war wohl neugierig geworden, denn er unterrichtete viele Jahre junge Architekten im Zeichnen. Das war ganz nett, denn er hat ergänzend noch einiges zur ersten Herangehensweise beim Zeichnen erzählt. Außerdem riet er, den Radiergummi weg zu schmeißen und sich von der Vorstellung zu trennen, dass alles auf dem Blatt so sein müsste wie in Wirklichkeit ("Sonst könnte man ja gleich ein Foto hernehmen."). :-)

 

Viele Teilnehmerinnen entschieden sich für das Malen von Rosenblüten. Ich suchte mir ein einfacheres Motiv und fand sowohl die orangefarbenen Lilien, als auch ein paar lila blühende Clematis. Das Grün habe ich ausnahmsweise nicht aus dem Kasten genommen, sondern selbst angemischt. Die Staubgefäße der Lilen waren für mich schon etwas knifflig darzustellen. Da ich die Blütenblätter zunächst sehr zart koloriert hatte, konnte ich dann aber bei der unteren Blüte ein paar Staubgefäße weiß aussparen. Bei der oberen Blüte sind diese dann in einem dunkleren Orange aufgesetzt. 

 

In der Regenpause konnten wir uns in den Pavillon im Giftgarten zurückziehen, wo wir noch gezeigt bekamen, wie man Blätter aquarelliert. Die Bilder der Lilie und der Clematis gibt es wie immer in höherer Auflösung in der Galerie Aquarell zu sehen.

Aquarell im Garten: Ebenböckhaus

Im Juni hatte ich das Glück, wieder einen Aquarellkurs mitmachen zu können. Diesmal fand er im Garten des Pasinger Ebenböckhauses statt und wir hatten tolles sommerliches Wetter, sodass wir mit Klapphockern draußen sitzen konnten. Nach zwei Zeichen- und Technikübungen suchten wir uns jeder ein interessantes Motiv.

 

Da ich so selten zum Malen von Architektur komme, entschied ich mich für eine Frontalansicht des Ebenböckhauses mit Teilen der akkurat zugeschnittenen Hecken und einer anderen Kursteilnehmerin im Vordergrund. Diese hatte eine spitz gefaltete Zeitung auf dem Kopf, um der prallen Sonne entgegen zu wirken. :-)

 

Die anderen Kursteilnehmerinnen entschieden sich unter anderem für einen eisernen Torbogen, eine Aloe-Pflanze im Topf, einen Schubkarren an der Hecke und ebenfalls für eine Ansicht des Hauses. Alle Bilder sind unter der Anleitung der Dozentin sehr gut geworden und ich hatte einen wirklich schönen erholsamen Tag. Weitere Aquarellbilder von mir gibt es in der Galerie Aquarell zu sehen.

#3 Acrylmalerei

Im Modul Acrylmalerei haben wir an vier Nachmittagen unterschiedliche Motive gemalt. Das Stilleben mit Obst war unser erstes Thema, bei dem wir neben der Komposition auch den Hintergrund nach eigenen Vorstellungen gestalteten. Auch wenn Motive mit Obst jetzt nicht unbedingt mein Favorit sind, hat es trotzdem Spass gemacht, die Früchte auf dem Blatt zu arrangieren, auf trockenem Ackerboden zu platzieren und mit Nebelschwaden zu umwölken.

 

An den nächsten Nachmittagen malten wir nach Vorlagen aus der Höhlenmalerei. Alle Übungsbilder sind in Erdtönen gehalten. Die Leinwand hatten wir bereits zuvor mit Strukturpaste und Sand vorbereitet, um einen strukturierten Malgrund zu erhalten. Der letzte Nachmittag drehte sich um Masken. Wir konnten uns dazu eine fotografische Vorlage wählen und das Motiv in Acryl umsetzen. Ich entschied mich schnell für eine gruselige afrikanische Maske mit Muscheln im Haar und auffälligem Bart. Daraus entwickelte sich dann eine von perlender Luft umgebene Wasserkreatur mit Tentakelbart und Seetang im Hintergrund. Nicht weniger gruselig. :-) Alle anderen Bilder habe ich auch in die Galerie Acryl hochgeladen.

#2 Pastellmalerei

Das Thema des zweiten Moduls des Kurses war die Pastellmalerei. So richtig anfreunden konnte ich mich bisher nicht mit dieser Technik, obwohl ich es ganz nett finde, dass die Pigmente der Pastellkreiden so leuchten und die Stimmung eines Bildes durch das Verwischen sehr weich und harmonisch sein kann. 

 

Im ersten Teil des Moduls zeichneten wir unterschiedliche in Falten gelegte Tücher und arbeiteten diese plastisch heraus. Im zweiten Teil erschufen wir Farbstimmungen mit weichen Übergängen in Himmel und Wasser und im dritten Teil zeichneten wir auf schwarzem Papier Blumen nach einer Vorlage. Erst im letzten Teil wurden alle gelernten Techniken zusammengefügt, um eine Landschaft zu malen. Alle Übungen des Moduls habe ich in die Galerie Pastell hochgeladen.

 

Ich bin ganz dankbar, etwas Neues über Pastellmalerei gelernt zu haben. Dennoch habe ich immer noch so meine Probleme damit. Zunächst einmal ist es eigentlich unmöglich, die fertigen Bilder so zu lagern, dass das Pigment an Ort und Stelle bleibt. Zwar gibt es Fixative, doch diese dürfen nur sparsam verwendet werden, da sie trotz schwacher Filmbildung die Farbgebung deutlich verändern können. Das musste ich leider auch bei meiner Frauenschuh-Zeichnung feststellen, als nach einem Schwall versprühtem Kunstharz die Farben um einige Nuancen dunkler erschienen. Zum anderen ist es aus diesen Gründen aufwändiger die Bilder zu Hause aufzuhängen, da man immer Bilderrahmen mit Passepartouts benötigt, damit genügend Freiraum zwischen Glas und Pigmenten besteht. 

 

 

#1 Bleistiftzeichnung

Im ersten Modul meines "Montagsmaler- Kurses" ging es um Zeichnung. Wir lernten zunächst anhand einer Übung die unterschiedlichen Härtegrade der Bleistifte kennen. Am darauffolgenden Nachmittag zeichneten wir Gräser und lernten, wie man Linien setzt und wie man Stängel oder schmale Blätter plastisch erscheinen lässt.

 

In der darauffolgenden Woche zeichneten wir geometrische Körper. Hierzu brachten wir eigene einfache Gegenstände mit in den Kurs. Wir lernten den körpereigenen Schatten zu setzen und vom Schlagschatten zu unterscheiden. Ich habe in diesem Zusammenhang erstmals davon gehört, dass man am besten verschiedene Tonwerte eines geometrischen Körpers - in der Regel drei unterschiedliche - auch mithilfe der Richtung der Schraffur betonen kann. Die Dozentin betonte, dass man die spezielle Struktur eines Körpers immer zum Schluss setzt und zwischen Schlagschatten und Körper eine hauchfeine weiße Linie freigelassen wird, um die beiden Flächen sichtbar und logisch zu trennen. Fotos der Übungszeichnungen gibt es in der Galerie Zeichnung.